Warum ihr zwei Stunden nach dem Essen schon wieder Hunger habt

Blick in einen offenen Kühlschrank mit Gemüse und Lebensmitteln, daneben eine Wanduhr und ein Holzbrett, Sinnbild für Heißhunger und Blutzucker

Ein Blick auf Blutzucker, Sättigung und warum es nicht an eurer Disziplin liegt

Ihr esst Mittag, seid eigentlich satt, und zwei Stunden später steht ihr wieder vor dem Kühlschrank. Bevor ihr das auf mangelnde Disziplin schiebt: Meistens steckt einfach euer Blutzucker dahinter.

Was im Körper passiert

Wenn eine Mahlzeit vor allem aus schnellen Kohlenhydraten besteht, zum Beispiel Weißbrot, Süßes oder viel Fruchtsaft, steigt der Blutzucker schnell an. Der Körper reagiert mit Insulin, um ihn wieder zu senken. Bei einem starken Anstieg fällt der Blutzucker danach oft genauso schnell wieder ab, teilweise unter das Ausgangsniveau. Dieser Abfall wird als Hunger wahrgenommen, auch wenn ihr rein kalorisch längst genug gegessen habt.

Protein, Ballaststoffe und Fett verlangsamen diesen Prozess. Sie sorgen dafür, dass der Blutzucker langsamer ansteigt und länger stabil bleibt. Ein Porridge mit Nüssen und Beeren hält euch deshalb meistens länger satt als ein süßes Brötchen, selbst wenn beide ähnlich viele Kalorien haben.

Warum das nichts mit Willenskraft zu tun hat

Wer zwei Stunden nach dem Essen wieder Hunger hat, hat oft eine Mahlzeit gegessen, der die sättigenden Bausteine fehlen. Das liegt an der Zusammensetzung. Mit eurem Charakter hat das nichts zu tun. Ich erlebe bei vielen Frauen, dass sie sich dafür fast entschuldigen, obwohl es sich ganz einfach erklären lässt.

Was dabei hilft

Grob gilt: Je mehr Protein, Ballaststoffe und gute Fette in einer Mahlzeit stecken, desto stabiler bleibt der Blutzucker. Kohlenhydrate sind damit kein Problem. Ein Apfel mit einer Handvoll Nüssen sättigt einfach anders als ein Apfel allein.

Praktisch heißt das zum Beispiel: ein Ei oder etwas Joghurt nach Wahl zum Marmeladenbrot, eine Banane mit einem Klecks Mandelmus statt pur. Kleine Ergänzungen, die einen großen Unterschied machen, wie lange ihr wirklich satt bleibt.

Diese Zusammenhänge interessieren uns im MINA Magazin. Es geht darum, besser zu verstehen, warum der Körper reagiert, wie er reagiert. Wer tiefer einsteigen will, findet das größere System dahinter in der MINA Methode. MINA Inside ist keine Kurzversion davon. Es ist ein Anfang: einfache, gesunde Rezepte und das Wissen dahinter, für euren ganz normalen Alltag.